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Als Plankton werden die im Wasser treibenden ein- bis mehrzelligen Organismen bezeichnet. Man unterscheidet das Phytoplankton, zumeist durch Chlorophyll grün gefärbte Mikroalgen, und das Zooplankton, von denen sicherlich die Wasserflöhe (Daphnien) am bekanntesten sind. Zudem existieren natürlich auch Bakterien als schwebende Organismen im Wasser der Seen und Flüsse.

Phytoplankton

Methoden:

Tümpling, W. von & G. Friedrich (1999): Biologische Gewässeruntersuchung. Methoden der Biologischen Wasseruntersuchung Band 2. Jena, Stuttgart: Gustav Fischer Verlag.

ATT: Arbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren e.V., Arbeitskreis Biologie (Hrsg., 1998): Erfassung und Bewertung von Planktonorganismen. ATT-Technische Information Nr. 7. München: Oldenbourg Verlag.

 

Zooplankton

Die Erfassung und Bewertung des Zooplankton wird als akkreditiertes Prüfverfahren nach Tümpling & Friedrich (1999) unter Beachtung der Hinweise in ATT (1998) durchgeführt. Es wurden bereits verschiedenste Gewässertypen bezüglich des Zooplankton untersucht und bewertet, insbesondere:

  • Badegewässer
  • Trinkwasser- / Brauchwassertalsperren
  • versauerte Standgewässer (Tagebaurestseen, Moore)
  • Fischteiche (Naturertragspotential)
  • planktondominierte Fließgewässer, ...

Für die Probenahme stehen motorisierte Boote, Schöpfer und diverse Zugnetze mit Flowmeter zur Verfügung. Die Proben werden je nach zu untersuchender Organismengruppe, Gewässertyp und Aufgabenstellung mit Netzen verschiedener Maschenweite bzw. als Schöpfprobe aus definierter Tiefe gewonnen. Für die Untersuchung sehr kleiner bzw. empfindlicher Organismen werden große Volumina (2 – 5 Liter) geschöpfter Wasserproben komplett fixiert und durch Absetzen bzw. Zentrifugation vorsichtig eingeengt. Auf diese Weise sind selbst Ciliaten und farblose Flagellaten problemlos quantitativ untersuchbar.

Die Bewertung des Zooplankton richtet sich nach den Nutzungsinteressen bzw. Schutzziel des jeweiligen Gewässers.

Bei Trinkwassertalsperren und Badegewässern steht z.B. eine möglichst gute Wasserqualität in Form von geringer Trophie und hoher Sichttiefe (Klarheit des Wassers) im Vordergrund. Große, filtrierend lebende Zooplanktonorganismen könne durch ihre Ernährungsweise zu einer deutlichen Reduktion des Phytoplankton führen und somit helfen, die Wasserqualität zu verbessern. Eine gezielte Förderung der filtrierenden Zooplanktonorganismen ist als ökotechnologischer Maßnahme zur Verbesserung der Wasserqualität unter dem Begriff "Biomanipulation" bekannt geworden. Regelmäßige Zooplanktonanalysen geben Auskunft, wie groß das Potential für eine Verbesserung der Wasserqualität durch verändertes Gewässermanagement ist.

Bei Fischteichen steht eine Optimierung des Ertrages und somit eher eine höhere Trophie (hohe Produktivität) im Vordergrund. Die Zooplanktonanalyse dient hier unter anderem der Feststellung des Naturertragpotentials der Teiche.

Versauerte Gewässer wie z.B. Tagebaurestseen weisen eine sehr typische Zooplanktonzusammensetzung auf. Je nach Grad der Versauerung treten unterschiedliche Organismen auf. Anhand der vorkommenden Zooplanktonarten ist entsprechend erkennbar, wie weit das jeweilige Sanierungsziel (z.B. neutraler Badesee) bereits erreicht ist und wie stark eine Wiederbesiedlung der Restseen durch säureempfindliche Arten im Laufe einer Neutralisierung fortgeschritten ist.

Methoden:

ATT: Arbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren e.V., Arbeitskreis Biologie (Hrsg., 1998): Erfassung und Bewertung von Planktonorganismen. ATT-Technische Information Nr. 7. München: Oldenbourg Verlag.

Tümpling, W. von & G. Friedrich (1999): Biologische Gewässeruntersuchung. Methoden der Biologischen Wasseruntersuchung Band 2. Jena, Stuttgart: Gustav Fischer Verlag.