IDUS Biologisch Analytisches Umweltlabor GmbH

Sedimentuntersuchungen


Zurück

Startseite

IDUS / Kontakt

Referenzen

Dokumente

Qualitätsstandards

Übersicht-Analytik

Gutachten

Naturschutz

Plankton

Benthos

Toxikologie

Abbautests

Mikrobiologie

Chemie/Physik

Sedimente

 
Als Sedimente werden in der Gewässerkunde die Ablagerungen aus mineralischen und organischen Partikeln bezeichnet, die sich im Zuge der Alterung des Gewässers an seinem Boden absetzen (sedimentieren). Diese, oft schlammartigen Massen bestehen aus allochthon (von außen) eingetragenen Partikeln (Trübstoffe aus dem Zufluss, erodiertes Material von den Ufern, Staub aus der Luft) sowie aus autochthon (im Gewässer selbst) entstandenen Partikeln (z.B. Planktonorganismen bzw. deren Reste, Kalkkristalle infolge von Calcitausfällungen oder Eisenocker). Die Beschaffenheit der Sedimente spiegelt in großem Umfang Eigenschaften des Gewässers und der darin ablaufenden Prozesse wieder und eignet sich daher zu dessen Charakterisierung. Andererseits tritt das Sediment seinerseits in mehr oder weniger enge Wechselwirkungen mit dem Wasserkörper und ist somit auch bei der Untersuchung gewässerinterner Stoffumsatzprozesse von Bedeutung.

Stichworte:

Probenahme mit Sedimentstecher

Mit dem Sedimentstecher können längere, mehr oder weniger ungestörte Sedimentkerne entnommen werden. Aus diesen Sedimentkernen lassen sich außerhalb des Wassers anschließend Proben aus verschiedenen Tiefen herstellen. Die durchsichtigen Kunststoffröhren ermöglichen zudem eine Beobachtung und fotografische Dokumentation der Schichtung. Der Sedimentstecher wird vorrangig im Zusammenhang mit chemischen Analysen (Nährstoffgehalt) eingesetzt.

Probenahme mit Sedimentgreifer nach Ekman-Birge

Der Sedimentgreifer eignet sich besonders, um größere Mengen an oberflächennahem Sediment zu gewinnen bzw. definierte Sedimentflächen hinsichtlich der benthischen Besiedlung zu beproben. Dementsprechend ist sein Einsatzfeld vorrangig die Benthosprobenahme (einschließlich Untersuchungen zum Naturalertrag / Bonität von fiereiwirtschaftlich genutzten Gewässern).

Interstitialwasseruntersuchung mittels Dialysemembran

Dialysemembranen können eingesetzt werden, wenn ausschließlich lösliche Komponenten der Sedimente (Interstitialwasser) von Interesse sind. Mit Hilfe derartiger Vorrichtungen lässt sich eine größere Probenanzahl mit hoher räumlicher Auflösung und relativ geringem Aufwand aus Sedimenten gewinnen. Zum Einsatz kommt das Dialyseverfahren unter anderem bei Untersuchungen zur Vertikalverteilung von Nährstoffen in Sedimenten.

Fraktionierte Phosphoranalyse nach PSENNER bzw. HUPFER

Die fraktionierte Phosphoranalyse ist ein Aufschlussverfahren, bei dem mittels verschiedener Lösungs- bzw. Aufschlussmittel unterschiedliche Bindungsformen des Phosphors im Sediment zerstört werden. Der im jeweiligen Bearbeitungsschritt in die lösliche Phase überführte Phosphor wird durch Zentrifugation abgetrennt und quantitativ bestimmt. Man unterscheidet die Ammoniumchlorid-, BD-, Natriumhydroxid- und Chlorwasserstofffraktion sowie den verbleibenden (refraktären) Phosphor. Die Fraktionen sind nach den entsprechenden Lösungs- bzw. Aufschlussmitteln benannt und können relativ eindeutig bestimmten chemischen Bindungsformen zugeordnet werden. Aus der Menge und dem Anteil der Phosphorverbindungen lassen sich Rückschlüsse auf des Verhalten des Sediments im Hinblick auf die Nährstofffreisetzung im Gewässer ziehen und somit seine Bedeutung für Eutrophierungsprozesse ableiten.

 
 
Probenahme mit Sedimentstecher


aufgeschnittener Sedimentkern aus der Talsperre Bautzen