Produktanalytik / Seuchenhygiene

Die Möglichkeiten der mikrobiologisch-hygienischen Produktanalytik sind sehr vielfältig.
Einerseits können Produkte auf Sterilität oder eine bestimmte Kontamination hin getestet werden. Wichtigster Einsatz eines solchen Verfahrens ist die seuchenhygienische Untersuchung von Klärschlamm, Kompost oder Gärrückständen auf Salmonellen (Methodenbuch Kompost, Kapitel V, Abschnitt 1.3, bzw. DIN 38414 Teil 13).
Zum anderen existieren verschiedene Verfahren, um antimikrobielle Eigenschaften von Produkten zu prüfen. Diese Verfahren werden hauptsächlich für Textilien eingesetzt, sind aber mit entsprechender Modifikation auch für andere Produkte anwendbar (Agarplattendiffusionstest nach DIN EN ISO 20645, Prüfung auf Wachstumshemmung von Schimmelpilzen nach DIN 53931, Untersuchung antibakterieller Eigenschaften nach AATCC 147-1998, „Parallel Streak Method“ und weitere).
Weiterhin gibt es Verfahren, welche die Widerstandsfähigkeit von Produkten gegen Mikroorganismen prüfen. Dabei werden die zu testenden Gegenstände mit einer Mischung verschiedener Mikroorganismen benetzt und in einer feuchtwarmen Umgebung inkubiert (Einwirkung von Mikroorganismen auf Kunststoffe nach DIN EN ISO 846 oder der Fungus Resistance – Test nach RTCA/DO-160).
Bei Versuchen zur Reinigungsleistung von Wasserfiltern kamen unter anderem Bakteriophagen als Testorganismen zum Einsatz, wobei die Analytik nach DIN EN ISO 10705-2 zum Nachweis von Bakteriophagen im Wasser genutzt wurde.
Nicht zuletzt gehören auch die Tests zur Wirkung von Desinfektionsmitteln (Standzeitversuch nach Verfahren der DGHM) zu den mikrobiologischen Analyseverfahren für Produkte, die bei uns durchgeführt werden. Häufiger nachgefragte Verfahren sind bei uns in das akkreditierte Leistungsspektrum eingeschlossen.